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Angepasste Nutzung der Keuperhänge Tübingens

Ausgangssituation:

Die traditionelle Bewirtschaftung der Hanglagen in und um Tübingen mit Weinbau, Streuobstanbau oder extensiver Gartennutzung ist unter den heutigen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für immer weniger Besitzer oder Pächter interessant.

Die Entwicklung zeigt daher in zwei Richtungen:

Entweder wird die Nutzung ganz aufegeben. Mit der daraus folgenden Sukzession geht sowohl ein landschaftlicher und auch kulturhistorischer Verlust einher, als auch eine dauerhafte Entwertung der Biotopqualitäten dieser Fläche.

Oder die Flächen werden den heutigen Freizeitbedürfnissen angepasst, mit Vielschnittrasen, Gartenhäusern und Autoabstellplätzen.

Ergebnis:

Am Beispiel des Gebietes "Käsenbach/Öhler" wurden Vorschläge entwickelt, mit welchen Festsetzungen, Erlaubnissen und Regelungen die Interessen der Gütlesbesitzer oder -nutzer an einer Nutzung der Grundstücke berücksichtigt werden können. Es wurde ein Nutzungsmuster entwickelt, mit dem die wertvolle Flora und Fauna langfristig gesichert werden kann und das trotzdem eine wirtschaftliche Nutzung unter den heutigen Rahmenbedingungen ermöglicht.

Dieser Vorschlag wurde in den Umweltausschuss eingebracht. Er soll im nächsten Schritt am Beispiel des Bereichs "Käsenbach/Öhler" bei der Ausweisung als geschützter Grünbestand erprobt werden.

Grundlage des erarbeiteten Vorschlags, mit dem unter anderem die Grösse der Geschirrhütten, das Aufstellen von Zaunen und die Intensität der Bewirtschaftung geregelt werden soll, war eine Bestandsaufnahme der bestehenden Probleme sowie eine Sammlung von Ideen zur Verbesserung der Situation.

© Lamprecht