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3 Projektergebnisse

3.1 Persönliche Daten

3.2 Wärme

3.3 Beleuchtung und Belichtung

3.4 Strom

3.5 Verkehr

3.6 Ideen und Anregungen

Von insgesamt 1000 optimistisch veranschlagten und ausgegebenen Fragebögen kamen 147 zurück.Die Rücklaufquote von knapp 15% erscheint recht niedrig, aber es ist anzunehmen, dass die Ausgangszahl deutlich zu hoch angenommen worden ist.

3.1 Persönliche Daten

Insgesamt 100 Antworten stammen aus dem Geographischen Institut, 46 aus dem Institut für Geologie. Ein/e Befragte/r hat die Fragen des ersten Abschnitts gar nicht beantwortet.

Zur Auswertung ist anzumerken, dass leider die Gesamtzahlen der Nutzer des Gebäudes fehlen. Somit ist auch nichts darüber auszusagen, inwieweit die Ergebnisse repräsentativ für die Gesamtheit der Nutzerinnen und Nutzer ist.


gesamt Geographie Geologie
Abs. % Abs. % Abs. %
gesamt 147 100,0 100 68,0 46 31,3
weiblich 53 36,9 43 43,0 10 21,7
männlich 93 62,4 57 57,0 36 78,3
keine Ang. 1 0,7 - - - -

Fragen 1.1 und 1.2: Aufteilung der Befragten nach Geschlecht und Fachbereich

15 der Befragten gaben an, zum wissenschaftlichen Fachpersonal zu gehören. Unter ihnen ist nur eine Frau, fünf der Antworten stammen von Geologen. Alle 15 haben keine andere Nutzungseigenschaft angeführt.1 Zum technischen und büroorganisatorischen Personal zählen sich 7, ausschließlich Frauen. Sechs von ihnen arbeiten im Geographischen Institut. Auch diese Gruppe hat ausschließlich eine Funktion angeführt. 19 der Befragten (13%), darunter drei Frauen, gaben an, die Gebäude im Rahmen einer Diplom- oder Doktorarbeit zu nutzen. Von diesen stammen 11 vom Geographischen Institut. Interessant ist die Kombination mit anderen Tätigkeiten. Von den 19 Befragten, die an einer Diplom- oder Doktorarbeit sitzen, haben 10 ausgesagt, die Gebäude ausschließlich für diese Arbeit zu nutzen, von diesen 10 wiederum arbeiten 7 am Geologischen Institut.


gesamt Geographie Geologie
Abs. % Abs. % Abs. %
wiss. Fachpersonal 15 10,2 10 10,0 5 10,9
techn./büroorg. 7 4,8 6 6,0 1 2,2
Diplom-, Doktorarbeit 19 12,9 11 11,0 8 17,4
HiWi 36 24,5 21 21,0 15 32,6
Studierende 114 77,6 81 81,0 33 71,7

Frage 1.3: Fachbereich und Art der Nutzung des Gebäudes

Die durchschnittliche wöchentliche Nutzungsdauer des Gebäudes wurde in drei Kategorien abgefragt ("unter 10 Std.", "10 bis 30 Std.", "über 30 Std."). 26 der Befragten (17,7%) gaben an, das Gebäude weniger als 10 Stunden in der Woche zu nutzen, 82 Befragte (55,8%) sind zwischen 10 und 30 Stunden anwesend und 38 (25,9%) sind mehr als 30 Stunden pro Woche anwesend. Bis auf eine Person sind alle Personen, die zum wissenschaftlichen Fachpersonal gehören, mehr als 30 Stunden pro Woche in dem Gebäude.

3.2 Wärme

Die Fragen zum Thema "Wärme" bezogen sich auf das persönliche Empfinden der Temperatur und das Wissen um, bzw. die Art des Regulierens der Raumtemperatur. Hierzu wurden die Räume in sechs verschiedenen Kategorien2 eingeteilt: "Hörsaal", "Büro", "Seminarraum", "Bibliothek", "Labor" und "Toiletten".

Raum zu kalt ausreichend warm zu warm k. A.
Hörsaal 3 77 32 23 12
Büro/Arbeitsz. 3 30 18 8 88
Seminarraum 11 65 42 6 23
Bibliothek 1 57 49 29 11
Labor 2 25 15 1 104
Toiletten 27 88 15 4 13

Frage 2.1: Temperaturempfinden (beide Institute)

Insgesamt zeigt sich, dass die verschiedenen Räume eher als warm bis zu warm empfunden werden. Einzige Ausnahme bilden hier die Toiletten, die mehrheitlich als zu kalt bzw. ausreichend empfunden werden.

Abb. 3.1: Temperaturempfinden im Geographischen Institut

Es darf an dieser Stelle nicht vergessen werden, dass es sich bei den Antworten um subjektive Einschätzungen handelt. Diese sind selbstverständlich auch abhängig von der Art und insbesondere der Dauer der Nutzung der jeweiligen Räume.

Mit der nächsten Frage sollte geklärt werden, ob die Nutzerinnen und Nutzer wissen, ob in den jeweiligen Räumen Thermometer vorhanden sind oder nicht. Die Antworten zeigen sehr deutlich, dass nur sehr wenige Personen hierrüber Bescheid wissen.

Raum ja nein weiß nicht k. A.
Hörsaal 1 28 108 10
Büro/Arbeitsz. 1 40 59 47
Seminarraum 1 36 96 14
Bibliothek 3 12 122 10
Labor 6 10 82 49
Toiletten 1 45 88 13
sonstiges 0 6 14 127

Frage 2.2: Gibt es im Raum ein Thermometer?

Dementsprechend hilflos fühlt sich auch die Mehrheit der Befragten bei den Möglichkeiten, die Raumtemperatur zu beeinflussen. Die meisten Möglichkeiten werden in den Arbeitsräumen und den Seminarräumen gesehen und genutzt.

Raum ja nein weiß nicht k. A.
Hörsaal 33 52 51 11
Büro/Arbeitsz. 51 12 30 54
Seminarraum 52 32 49 14
Bibliothek 26 57 55 9
Labor 10 18 53 65
Toiletten 27 42 57 21
sonstiges 5 3 8 131

Frage 2.3: Können Sie die Raumtemperatur beeinflussen?

Durchaus interessant ist die Tatsache, dass selbst einige Personen, die bei der Frage 2.1 z.B. im Arbeitszimmer angegeben haben, dass es ihnen zu warm sei, nicht wissen, ob sie die Raumtemperatur beeinflussen können.

Abb. 3.2: Beeinflussung der Raumtemperatur im Geographischen Institut

In den Arbeitsräumen erfolgt die Regulierung der Temperatur zwar meist über einen Thermostaten, aber fast ebenso häufig über das Öffnen der Fenster. In den Seminarräumen und auch im Hörsaal wird überwiegend über das Öffnen der Fenster reguliert (Stoßlüften).


bei Anwesenheit bei Verlassen des Raumes
Therm. Dauer Stoß Tür sonst. Therm. Fenster Tür
Hörsaal 4 3 18 1 1 2 13 8
Büro/Arbeitsz. 30 4 26 6 0 22 22 18
Seminarraum 9 11 19 8 0 3 18 11
Bibliothek 5 3 4 1 0 3 5 2
Labor 1 0 2 2 0 1 1 1
Toiletten 2 3 1 1 0 1 2 1
sonstiges 3 1 1 1 0 2 0 2

Frage 2.4: Wenn ja, wie regulieren Sie?

3.3 Beleuchtung und Belichtung

Die Fragen zu den Lichtverhältnissen bezogen sich nur auf den jeweils am häufigsten genutzten Raum. Dieser wurde mit Frage 3.1 ermittelt.

Raum allein mit anderen
Hörsaal 0 52
Büro/Arbeitsz. 24 9
Seminarraum 0 23
Bibliothek 1 11
Labor 1 0
Toiletten 0 4

Frage 3.1: Welchen Raum nutzen Sie im Institut hauptsächlich?

Die Frage nach dem persönlichen Empfinden der Lichtverhältnisse zeigt eine große Zufriedenheit, sowohl bei natürlichem Licht, als auch bei künstlichem Licht. Bei künstlicher Beleuchtung ist die Zufriedenheit tendenziell etwas größer.

Raum natürliche Beleuchtung
dunkel ausr. hell zu hell k. A.
Hörsaal 6 38 8 0 0
Büro/Arbeitsz. 11 13 6 1 2
Seminarraum 3 13 6 0 1
Bibliothek 6 4 2 0 0
Labor 1 0 0 0 0
Toiletten 0 1 2 1 0
Raum künstliche Beleuchtung
dunkel ausr. hell zu hell k. A.
Hörsaal 0 20 25 3 4
Büro/Arbeitsz. 4 20 8 0 1
Seminarraum 0 9 9 2 3
Bibliothek 0 8 4 0 0
Labor 0 1 0 0 0
Toiletten 0 1 2 1 0

Frage 3.2: Wie empfinden Sie die Helligkeit des von Ihnen hauptsächlich genutzten Raumes?

Interessant ist jedoch, dass bei künstlicher Beleuchtung nicht nur die Zahl der "zu dunkel"-Nennungen zurückgeht, sondern gleichzeitig auch die Zahl der Personen, denen es zu hell ist, zunimmt.

Abb. 3.3: Empfindung der Helligkeit im Geographischen Institut

Die Leuchtenausstattung ist bereits überwiegend energiesparend. Die Deckenbeleuchtung besteht laut den Antworten zu 100% aus Leuchtstoffröhren, bei den Tischlampen liegt das Verhältnis zwischen energiesparenden Leuchten und Glühbirnen bei fast 1:1.


Deckenbel. Tischlampe sonstige
Leuchtstoffröhre 110 7 1
Energiesparlampe 0 4 0
Glühbirne 1 14 0
Wandlampe 1 0 0
Fenster 0 0 1
Halogen 0 1 0

Frage 3.3: Welche Lichtquellen sind in diesem Raum vorhanden?

Die Nutzung der Beleuchtung erfolgt energiebewusst. Die meisten Befragten schalten bei ausreichend Tageslicht und bei Arbeitsende die Beleuchtung aus.

alles an 11 je nach Bedarf 54
eher Deckenlicht 53 nie 2
eher Tischleuchte 8 k. A. 23

Frage 3.4: Wie regulieren Sie die Beleuchtung?



Arbeitsplatz Raumbeleuchtung
bei ausreichend Tageslicht 40 88
bei kurzer Abwesenheit 14 18
bei längerer Abwesenheit 40 63
bei Arbeitsende 50 80
nie 4 13

Frage 3.4: Wann schalten Sie die Beleuchtung aus?

3.4 Strom

Die Fragen zur Nutzung der elektrischen Geräte haben sich nicht nur für die Befragten, sondern auch für die Fragesteller als schwierig erwiesen. Insbesondere die Fragen zum Verbrauch der verschiedenen Geräte wurden nur in minimalem Umfang beantwortet. Daher soll an dieser Stelle nicht näher darauf eingegangen werden.

3.5 Verkehr

Das am häufigsten genutzte Verkehrsmittel ist das Fahrrad, und zwar sowohl im Sommer, als auch im Fachpersonal dann gleich der PKW. Auch im Winter bleibt das Fahrrad das am meisten genutzte Verkehrsmittel, allerdings verringert sich die Nutzung auf den Strecken bis 5 km zu Gunsten des ÖPNV, aber auch des PKW. Die Nutzung des ÖPNV nimmt bei Entfernungen von mehr als 5 km stark ab. Hier zeigt sich das im Verhältnis zur Situation innerhalb des Tü-Bus-Netzes schlechtere Angebot außerhalb der Stadt.


Sommer / schönes Wetter
< 2 km 2 - 5 km 5 - 10 km 10 - 20 km > 20 km k. A. ges.
PKW Selbst. 1 2 3 11 15 1 33
PKW Mitfahr. 0 0 1 0 0 1 0
Krad, ... 0 3 1 1 1 0 6
ÖPNV 2 17 5 4 4 0 32
Fahrrad 29 45 7 5 1 7 95
zu Fuß 12 15 2 3 2 6 40
k. A. 0 0 0 0 0 3 3

Winter / schlechtes Wetter
< 2 km 2 - 5 km 5 - 10 km 10 - 20 km > 20 km k. A. ges.
PKW Selbst. 3 10 5 11 16 2 47
PKW Mitfahr. 0 0 1 0 0 1 0
Krad, ... 0 1 0 0 0 0 1
ÖPNV 4 22 6 8 4 5 49
Fahrrad 26 27 4 2 1 5 65
zu Fuß 14 12 2 3 2 4 37
k. A. 0 1 0 0 0 3 4

Frage 5.1: Welche Verkehrsmittel nutzen Sie vorwiegend, um zum Institutsgebäude zu kommen, wie groß ist die Wegstrecke?

Auffallend ist, dass keine kostenpflichtigen Parkplätze benötigt werden. Gleichzeitig können alle PKW-Nutzer im unmittelbaren Umfeld zum Institutsgebäude parken. Die Möglichkeit von Fahrgemeinschaften wird bislang fast völlig vernachlässigt.

3.6 Ideen und Anregungen

Im letzten Abschnitt des Fragebogens wurde nach Ideen und Anregungen gefragt. Interessant ist, dass trotz der guten Ausstattung (siehe Abschnitt 3) die häufigsten Anregungen zur besseren Ausstattung mit Energiesparlampen kamen. Es folgten in der Häufigkeit Wünsche zur Erneuerung der Fenster und Thermostate, ein besseres Lüftungsverhalten, geringere Temperaturen in der Bibliothek und im Hörsaal sowie eine Zeitschaltung für das Flurlicht. Insgesamt wurden mehr individuelle Einflußmöglichkeiten gefordert.

Für ein zukünftiges Institutsgebäude wurden vor allem mehr Möglichkeiten zur Begegnung, zum Aufenthalt und zum Kaffee trinken gewünscht. Bei den technischen Wünschen dominieren wieder die Energiesparlampen, daneben aber auch bessere Regulations- und Einflußmöglichkeiten in den Bereichen Heizung und Beleuchtung.

Zum weiteren Vorgehen wurden neben einer Informationsveranstaltung Hinweisschilder, eine Raumbegehungen und die Erstellung eines Energiesparkonzeptes gewünscht.

Da inzwischen auch von Seiten des technischen Betriebsamtes der Universität großes Interesse an den Ergebnissen der Umfrage und am weiteren Vorgehen besteht, könnte das Projekt des Klimatisches einen neuen Ansatz zur Beteiligung der Universitätsangehörigen an Massnahmen zur Energieeinsparung an der Universität Tübingen einleiten.

Vorschlag Anzahl
Energiesparlampen 22
Fenstererneuerung 15
Thermostate 13
Wärmedämmung 12
Stoßlüften 12
Bibliothek kälter 12
Zeitschaltung Flurlicht 11
Hörsaal kälter 10
mehr Arbeitsplatzbeleuchtungsmöglichkeiten 9
Hinweisschilder, besonders im Hörsaal 7
Stand by Schaltungen 5
Nachtabsenkung 5
Heizung auf 18° 4
Toiletten nicht heizen 3
Individuelle Bedienung des Lichtes 2
Heizungsrohre isolieren 2
Fenster putzen 2
Bewegungsmelder (insb. Toiletten, Flur, Museum) 2
Beleuchtung nach Bedarf 2
"letzter schaltet aus" 1
Deckenleuchten im Hörsaal abschalten 1

Fragen 6.1 und 6.2: Welche Vorschläge zur Energieeinsparung bei Wärme, Beleuchtung und Strom oder Verbesserungsmöglichkeiten haben Sie für die von Ihnen genutzten Räume und bei anderen Räumen?


Vorschlag Anzahl
Aufenthaltsraum 9
Studentischer Arbeitsraum, Fachschaftszimmer 6
Energiesparlampen 5
Getränkeangebot, Kaffee auf der Etage 5
Solarenergienutzung: PV / Warmwasser 5
Altpapier reduzieren 4
Ausreichend Tageslicht 4
Großen CIP-Pool 4
Heizungsregulierung, Thermostate 4
Absenken der Temperatur 3
Lichtregulierung und Abschaltautomatik in den Fluren 3
Regenwassernutzung für die Toiliette 2

Frage 6.3: Welche Wünsche und Vorschläge haben Sie für eine nachhaltige Nutzung des zukünftigen Institutsgebäudes?

Antworten auf die Frage 6.4: Haben Sie Anregungen zum weiteren Vorgehen nach Auswertung des Fragebogens?

  • Studenten informieren über Ergebnisse und weiteres Vorgehen
  • Informationsveranstaltung
  • Hinweisschilder an Türen
  • Raumbegehung mit Fachpersonal - persönliches Einweisen
  • Uni-Audit
  • Wirtschaftlichkeitsberechnungen und sonstiger Nutzen von Massnahmen
  • Energiebilanz/-bericht
  • weitere Umfrage nach Durchführung von Massnahmen auf Nutzerverhaltensveränderungen
  • Gespräche mit dem Hausmeister

1 Bei der Frage nach der Eigenschaft, aus der heraus das Gebäude genutzt wird, war eine Mehrfachnennung möglich. So sind z.B. alle, die bei dieser Frage mit "HiWi" geantwortet haben, auch gleichzeitig Studierende.

2 Es wurde im Fragebogen nicht zwischen den Räumen der Geologie und der Geographie unterschieden. Es wird im weiteren Verlauf jedoch angenommen, dass die Befragten aus der Geographie die Räume der Geologie nicht, bzw. nur geringfügig, nutzen, und somit ihre Antworten auch nur auf die Räume der Geographie beziehen. Gleiches gilt umgekehrt für die Geologen.

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