Haustyp:
Freistehende Ein-/ Zweifamilienhäuser 1949 - 1957 (Baujahr 1953)
Der Anlass
war die notwendige Sanierung von Außenputz und Fenstern, da vor allem an der
Westfassade der Putz in einem schlechten Zustand war.
Die Motivation
für eine solch konsequente Sanierung war der berufliche Hintergrund des Besitzers.
Nach jahrelangem Engagement bei Energiethemen war hier die Möglichkeit gegeben, eine
vorbildliche Sanierung durchzuführen.
Die Vorgehensweise
entwickelte sich aus Gesprächen mit einem Architekturbüro mit
"Niedrigenergiehaus-Erfahrung" und dem Energieberater der Stadtwerke Tübingen. Wichtig
war dabei, ein Gesamtkonzept für die Rundum-Sanierung zu verwirklichen, das für die
Zukunft niedrige Unterhalts-, aber auch niedrige Instandhaltungs-Kosten gewährleistet.
Der Hausbesitzer hatte den Anspruch, für die damalige Zeit (1990/91) die Maximallösung
anzustreben.
Bei der Ausführung
wurde auf die konsequente Beseitigung von Kältebrücken Wert gelegt. Durch das
Versetzen der neuen Wärmeschutzfenster in die Dämmebene und den Einbau selbstgefertigter
Fensterladenaufhängungen konnte dieses Ziel erreicht werden. Der Betonbalkon wurde
abgetrennt und durch einen Holzbalkon ersetzt, der auf "eigenen Füßen" steht. Im
Untergeschoß wurde die Perimeterdämmung bis zum Fundament mit einer Dicke von 10 - 15 cm
angebracht. Bei der Ausführung wurde hoher Wert auf Luftdichtigkeit gelegt, insbesondere
bei den Anschlüssen im Dach. Damit zu einem späteren Zeitpunkt eine thermische
Solaranlage nachgerüstet werden kann, hat man jetzt schon Leitungen vom Heizraum bis
unters Dach in die Fassade integriert.
Das Ergebnis
hat die Erwartungen voll erfüllt. Die errechneten Energieverbrauchswerte konnten -
zumindest von den ersten Mietern - sogar leicht unterschritten werden. Eine besondere
Freude für den Haus-besitzer war die Tatsache, daß das Gebäude bei einer Studie des
IWU (Institut für Wohnen und Umwelt) als bestes von 18 sanierten Einfamilienhäusern
abgeschnitten hat. Der Stil des Hauses wurde beibehalten. So hat sich der Hausbesitzer
entschieden, die alten Klappläden wieder zu montieren.
- Aussenwanddämmung
- Mineralfaser 15cm
- Dachdämmung
- Mineralfaser 28cm
- Perimeterdämmung
- Extrudiertes Polystyrol 10 - 15cm
- Kellerboden
- Polystyrol 10cm
- Fenster
- k-Wert 1,3 W/m²K
Heizenergiebedarf
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