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Denk-mal an Klimaschutz

Haustyp 12

Haustyp

Kleine Mehrfamilienhäuser Fachwerk bis 1919 (Baujahr ca. 1625)

Der Anlass

Die Sanierung wird diskutiert war der Kauf eines weitgehend herunter gekommenen denkmalgeschützten Altstadthauses zu günstigen Konditionen. Eine Sanierung war dringend notwendig.

Die Motivation

Auf die alten Fenster wird Wärmeschutzglas aufgedoppelt für die modellhafte klimagerechte Sanierung war die Chance, das Haus als Symbol, als Anschauungsobjekt und zur Werbung für das Anliegen des Umweltzentrums und seiner Mitgliedsvereine zu nutzen. Gleichzeitig sollten die Betriebskosten gering und die Vermietbarkeit hoch gehalten werden.

Die Vorgehensweise

Die historischen Holzprofile werden wieder auf der Dämmschicht aufgebracht zeichnete sich durch eine breite Diskussion aus, an der alle beteiligt waren, die mitreden wollten (Mitgliedsvereine, Bau-AK) und mitreden mussten (Vorstand, Architekt, Fachingenieure, Behörden). Insbesondere die Diskussion mit dem Denkmalamt forderte eine hohe Kreativität und Überzeugungskraft. Entscheidungskriterien, Entscheidungsfindung und Umsetzung wurden in einem didaktischen Konzept zusammengefasst. Dank der Unterstützung der Bundesstiftung Umwelt konnten zusätzlich zu diesem Konzept die über das übliche Maß hinausgehenden Sanierungsarbeiten finanziert werden.

Die Ausführung

Didaktisches Fenster im Fußboden hatte sich sowohl an den eigenen ideellen Zielen als auch am Denkmalschutz zu orientieren. Besonders bei den im Inneren verwendeten Materialien achteten die Beteiligten auf Gesundheitsverträglichkeit. In großem Umfang haben sie Arbeiten in Eigenleistungen erbracht, um Kosten zu sparen und gleichzeitig zu denkmalschutzgerechten Lösungen zu kommen. Die Förderung durch die DBU ermöglichte die Ausführung von Details in Form von "Gläsernen Dämmschichten" und das Anfertigen von Modellen und Schautafeln.

Das Ergebnis

kann sich sehen lassen. Durch die Wärmedämmung und die Lüftungsanlagen herrscht nun auch im Winter ein gutes Raumklima. Schon während der Bauzeit erregte die Sanierung Aufsehen bei den Passanten und führte zu interessanten Gesprächen über Materialien und Ausführungsdetails. Die Denkmalbehörde ist mit dem Ergebnis zufrieden. Insofern besitzt das Haus in Bezug auf die klimagerechte Sanierung von denkmalgeschützten Altbauten Modellcharakter.

Aussenwanddämmung
8/16 cm Mineralfaser
EG-Fussbodendämmung
7 - 15 cm Bituperl
OG-Deckendämmung
20cm Mineralfaser
Wärmeschutzglas
k-Wert 1,3/1,1 W/m²K
Brennwerttherme
9 - 25Kw
Lüftungsanlagen
Abluftanlagen in Wohnungen und Büros, Zu-Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung EG
vorher nachher
vor der Sanierung nach der Sanierung

Heizenergiebedarf

Heizenergiebedarf
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