Haustyp:
Große Mehrfamilienhäuser 1969 - 1978 (Baujahr 1974)
Der Anlass
für die Sanierung war der hohe Abnutzungsgrad durch den häufigen Wechsel der
studentischen MieterInnen sowie die miserable Wärmedämmung einiger Gebäudegruppen
("Wir heizen Waldhäuser-Ost mit"). Die Sanierung war schon länger angedacht. Eine
kurzfristige finanzielle Förderung des Wissenschaftsministeriums beschleunigte die
Umsetzung der Planungen.
Die Motivation
für eine umfassende Sanierung rührte aus der Einsicht, dass das Studentenwerk einen
relativ hohen Anteil der Brutto-Miete für die Energiekosten wieder ausgeben musste.
Die beteiligten Architekten und Energieberater hatten einen hohen Anspruch an
klimagerechte Sanierungsstandards. Ökologische und wirtschaftliche Motivation liefen
parallel.
Die Vorgehensweise
wurde geprägt durch die enge Zusammenarbeit zwischen Bauleitung, technischem Personal,
Architekten und Fachingenieuren. Gleichzeitig mit der klimagerechten Sanierung wollte
das Studentenwerk den Charakter der Gebäude erhalten. Die Planungsgruppe entwickelte
ihre Entscheidungen im Dialog mit allen Beteiligten. In späteren Bauabschnitten konnte
sie früher gemachte Erfahrungen konstruktiv umsetzen.
Das Ergebnis
zeigt, dass das Wohngebiet bei den Studierenden erheblich an Beliebtheit gewonnen hat.
Die sanierten Gebäude finden großen Anklang. Auch ohne Werbung gibt es eine große Zahl
von MietbewerberInnen. Die BewohnerInnen sind mit dem Wohnstandard sehr zufrieden.
Lediglich etwa 5% klagen über Probleme, meist aus Unkenntnis der Technik (z. B. kühle
Heizkörper bei geöffnetem Fenster wegen der Temperaturabsenkung).
- Aussenwanddämmung Zimmer
- 14 cm Polystyrol
- Aussenwanddämmung Flure
- 8 cm Polystyrol
- Perimeterdämmung
- 4/8/6 cm Polystyrol
- Fenster
- k-Wert 1,1 W/m²K
Heizenergiebedarf
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